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Sex ist Systemkritisch

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Etwas das ich lange nicht begriffen habe an meiner Faszination für Erotik ist, dass weit mehr dahinter steckt als sexuelle Erregung. In einer Zeit lange vor dem Internet, waren Unterwäsche-Kataloge so ziemlich der einzige offen liegende Zugang zu einer verlockenden Welt die es für mich noch zu entdecken galt. Selbst als Kind bemerkte ich bald einmal dass absichtlich Hürden aufgebaut wurden, um mir den Zugang zu mehr erregendem Wissen und Materiel zu verwehren. Das machte das Thema natürlich nur umso interessanter für mich. Die Ecke der Playboy und Hustler Magazine der Kioske war eine der ersten Herausforderungen. Ich meisterte sie, indem ich einen Kiosk fand, dessen Ecke nicht in ständiger Sichtweite der KassiererInnen lag. Doch solange ich mich als Jugendlicher noch nicht überzeugend als alt genug zu verstellen vermochte, ging der Erwerb nur via älterer Kollegen oder anderweitig verbotener Methoden. Der Eintritt ins Pornokino war da einfacher, weil selten genauer hingeschaut wurde – v

Femdom und BDSM ist einfach nur perverser Sex?

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Sexuellen Inhalten wird überall Hürden entgegengesetzt. So zum Beispiel in den sozialen Medien, wo man kaum ein Bild von Brustwarzen veröffentlichen kann ohne dass ein post gesperrt oder sogar gleich der Account geblockt oder geghostet wird. Die falschen Moralvorstellungen der christlichen Kirche, welche unsere Kultur seit Jahrhunderten geprägt haben, stecken also selbst bei high tech Firmen wie Meta, Twitter, Google oder ByteDance noch in den Köpfen der CEO's und CIO's fest. Verwundert es da, dass die meisten Menschen BDSM Praktizierende noch immer als perverse Übeltäter oder als psychisch Kranke abtun? Schade, wenn bei einem Gespräch das Gegenüber bequemerweise bei seinen ignoranten Ansichten bleibt und keine Bereitschaft besteht, sich aufklären zu lassen. Denn bei BDSM und Femdom geht es um weit mehr als um Schmerzen und Ekel.  Ein Mann der sich bewusst seiner Angebeteten unterwirft, drückt damit zuerst einmal seine Verehrung aus. Er will ihr dienen und sie so sie auf die am

Die Stimmen der SexarbeiterInnen

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Moralisierende, meist rechtskonservative Kreise lieben es zu betonen, dass das Sexgewerbe von Missbrauch und Menschenhandel durchdrungen sei. Niemand der Sexarbeit leiste, würde das freiwillig tun, behaupten sie. Und auf der linken Seite stimmen ihnen verwirrte Feministinnen wie Alice Schwarzer zu, mit Aussagen wie "jeder Akt der Prostitution ist Vergewaltigung" . Der Alptraum solcher Leute sind die Stimmen der SexarbeiterInnen. Denn die Meisten von ihnen sagen etwas Anderes. Natürlich darf man nicht vergessen, dass es durchaus tragische Schicksale, Menschenhandel und Missbrauch gibt. Solche Extremfälle werden in reisserischen Presseartikeln gross präsentiert um die Sexarbeit weiter zu stigmatisieren, zusammen mit der Meinung von SozialarbeiterInnen und SittenpolizistInnen die logischerweise nichts Anderes kennen als  Problemfälle. Beamte haben gar keinen Zugang zur Mehrheit der SexarbeiterInnen, denn diese braucht und wünscht keinen Kontakt mit ihnen. Deshalb ist das Bild da

Das "Nordische Modell" der Sexarbeit

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Konservative Kreise loben das "Nordische Modell" als Lösung für das "Problem" der Prostitution. Bei diesem Modell, das zuerst in Schweden eingeführt und deshalb früher als "Schwedisches Modell" bekannt war, handelt es sich um ein Gesetz, das nicht den Verkauf sexueller Dienstleistungen bestraft, sondern nur den Kauf. SexarbeiterInnen bleiben also straffrei. Freier werden bestraft. Zudem gibt es verstärkt Anreize für SexarbeiterInnen die ihnen den Wechsel zu anderen Jobs erleichtern sollen. Als Hauptmotivation für dieses und ähnliche Modelle der Prohibition werden immer Menschenhandel und Missbrauch angeführt, die angeblich einen grossen Teil des Sexgewerbes ausmachen sollen. Sexarbeit Demo Berlin 2015, Foto: h3xtacy Studien die von den Unterstützern des Modells herausgegeben wurden, zeigen natürlich einen positiven Effekt mit einer Reduktion von Ausbeutung und Menschenhandel. Was diese Studien jedoch verschweigen und unabhängige Studien belegen ist Folgend

Guter Rat für Freier

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SexarbeiterInnen machen viel weniger schlechte Erfahrungen mit ihren Kunden als reisserische Presseartikel und ewiggesttrige Prostitutions-Kritiker behaupten. Aber auch kleine Sachen nerven mit der Zeit. So kommt es seit der Pandemie viel öfter vor dass Kunden im Chat ständig AO anfragen und Preise drücken wollen. Da macht man sich schon Gedanken, ob solche Kunden wirklich ernsthaft glauben sie würden danach noch einen guten Service erhalten. Stattdessen empfehlen wir solchen Kunden diese Ratschläge zu senden:      

Wichtige Begriffe des Sadomasochismus erklärt

BDSM BDSM steht für Bondage, Dominanz, Disziplin, Sadismus und Masochismus und bezieht sich auf alle Aktivitäten, bei denen eine oder mehrere Personen entweder eine dominante oder eine unterwürfige Rolle einnehmen. BDSM ist ein Überbegriff, der eine breite Palette von Aktivitäten und Fetischen umfasst, die sich alle um Dominanz und Unterwerfung drehen. In der Welt des BDSM gibt es zwei Rollen: den Top und den Sub (von submissiv). Der Top ist der dominante, der Sub der unterwürfige Partner. Es gibt viele verschiedene Aktivitäten, die in einer BDSM-Beziehung stattfinden können, vom Spanking bis zur Geißelung, vom Pegging bis zum Fisting und vielem mehr. Was den einen erregt, erregt den anderen vielleicht nicht, deshalb ist es wichtig, die Interessen und Grenzen des anderen zu respektieren. Dies wird im Vorgespräch vereinbart, zusammen mit den Grundregeln für Sicherheit und Benehmen. Femdom: Weibliche Dominanz Femdom ist eine Form von BDSM, die sich auf weibliche Dominanz konzentriert. Di